„Napalm Girl“ Kim Phuc: Traumatisierte können anderen Kriegsopfern helfen

Quelle: Nick Ut / Canapress via kimfoundation.com
Karlsruhe/Dresden, (08.02.2019). Die berühmte, vietnamesische Überlebende eines Napalm-Angriffes, Kim Phuc, hat auf die Möglichkeit hingewiesen, als traumatisierter Mensch anderen Kriegsopfern beizustehen. „Für andere da zu sein, die im Krieg Schlimmes erlebt haben, das ist innerlich und äußerlich heilsam“, sagte die heute 55-Jährige in einem Interview mit dem Evangelischen Rundfunkdienst Baden. Kim Phuc Phan Ti erhält am Montag (11.2.) die internationale Friedensauszeichnung „Dresden-Preis“ in der Dresdner Semperoper.
 

Das Foto der damals neunjährigen, von Napalm verbrannten Kim Phuc, die nackt und schreiend über eine vietnamesische Straße läuft, ging 1972 um die Welt. Fotograf Nick Ut brachte das Mädchen nach der Aufnahme sofort in das Krankenhaus. Nach vielen Operationen durfte Kim Phuc 1982 nach Deutschland zur Nachbehandlung ausreisen und wurde im gleichen Jahr Christin. Diese Hinwendung zum christlichen Glauben sei „ein unglaublicher Wendepunkt“ in ihrem Leben gewesen, berichtet Kim Phuc im Interview. Sie habe angefangen, „ernsthaft für den Frieden zu beten, für die Liebe, für Vergebung“. Heute ist Kim Phuc „Botschafterin des guten Willens“ bei der Unesco und lebt in Kanada. Noch immer hat sie aufgrund der Brandnarben starke Schmerzen.

Das Hörfunkinterview wird am kommenden Sonntag (10.02.) zwischen 8 und 9 Uhr auf Radio Regenbogen ausgestrahlt, sowie zeitlich versetzt bei den weiteren badischen Privatradios und bundesweit bei Schwarzwaldradio.

Interview anhören: 

 
Dr. Daniel Meier - Kirchenrat, Pressesprecher und Leiter des Zentrums für Kommunikation (ZfK) der Landeskirche

 

 
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